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BotanikBotanik Die Kultur der Erdbeere
 

 

    Botanisch gesehen ist die Erdbeerpflanze eine Staude. Das heißt unterirdisch überdauert sie den Winter, oberirdisch bildet sie jedes Jahr neue Blätter, Blüten und Ausläufer. Die Frucht ist eine sogenannte Sammelfrucht: Was wir als Erdbeere bezeichnen, ist die fleischig verdickte Blütenachse oder der Blütenboden. Auf diesem sitzen außen mehr oder weniger zahlreich die eigentlichen Früchte bzw. Samen als winzige Nüßchen. Genau diese Nüßchen braucht der Gärtner für die Aussaat zur Züchtung neuer Sorten.
    Botanisch wird sie als Fragaria bezeichnet. Diese Gattung umfaßt mehrere Arten, von denen uns eigentlich nur die Kulturerdbeere, botanisch Fragaria x ananassa, interessiert. Allenfalls kennt man noch die Wald- oder Monatserdbeere, botanisch Fragaria vesca. Die heutigen Kultursorten sind in der Regel zwittrig, d. h. eine Bestäubung ist immer gesichert.
    Erdbeeren gibt es in drei Sortengruppen:
    Die einmaltragenden, immertragenden und Monats-Erdbeeren. Die einmaltragenden Erdbeeren, wie die "Elvira", blühen im zeitigen Frühjahr weiß und tragen bis zum Frühsommer Früchte. Bei guter Pflege und mildem Klima können sie ein zweites Mal im Spätherbst zur Ernte einladen. Die immertragenden Erdbeeren blühen und bringen Früchte von Frühling bis Herbst. Besonders aktiver Vertreter dieser Sorte ist die "Hummi Gento". Selbst beim Einsetzen erster Fröste entwickeln sich noch Blüten. Die Monatserdbeere sind besonders schöne Kübelpflanzen. Sie tragen kleine Früchte, das aber das vom Frühjahr bis in den Herbst. Empfehlenswert ist die "Alexandria".

StandortStandort
    Hell und sonnig. Monatserdebeeren gedeihen auch im Halbschatten.

PflanzgutDas Pflanzgut

 

    Ordnungsgemäß von einem der heimischen Vermehrungsbetriebe angezogenes und entweder direkt oder über Garten - Center, Fachgeschäfte, Baumschulen usw. vertriebenes Pflanzgut wird in drei Formen angeboten: einmal als sogenannte Grünpflanzen, dann als Frigopflanzen und zum anderen als sogenannte Topfpflanzen. Grünpflanzen sind in wasserundurchlässigen Kunststoffbeuteln verpackt, wodurch eine lange Frischhaltung gewährleistet ist. Frigopflanzen werden in den Wintermonaten geerntet und stehen dann überwiegend dem Erwerbsanbau zur Verfügung. Topfpflanzen sind wie der Name sagt in einem Erd- oder Torfsubstrat angezogen, haben also einen Wurzelballen, und werden in der Regel in Kunststoffbehältern oder Kartons verpackt. Gute Pflanzen haben eine kräftige Herzknospe, mindestens drei voll entwickelte Blätter und ein gut verzweigtes Wurzelwerk bzw. bei Topfpflanzen einen gut durchwurzelten Ballen. Kaufen Sie nur Pflanzen mit gut entwickelten Wurzeln, die gründlich nach eventuell vorhandenem grünen Schimmel oder schwarzen Flecken an den Wurzeln überprüft werden sollten.

BodenAnbau

    Angebaut wird die Erdbeere in nahezu sämtlichen Ländern der Erde, von den Subtropen bis zum arktischen Bereich. Die Züchtung hat Sorten hervorgebracht, die in der Wärme, aber auch in der Kälte und in Höhenlagen überleben können. In unseren gemäßigten Breiten wächst wild die Walderdbeere, die kleine, aromatische Früchte trägt. In Süd- und Südwesteuropa kennt man außerdem wildwachsend die Frucht des Erdbeerbaums, in Italien wird sie sogar kultiviert und auf dem Markt gehandelt. Sie spielt allerdings nur bei der Herstellung von Wein, Branntwein und Magenbitter eine Rolle. Ißt man sie frisch, verursacht sie Kopfschmerzen und wirkt berauschend. Die botanische Bezeichnung "Unedo" (lateinisch: ich esse nur eine) besagt alles.

Kulturdauer Kulturdauer

    Die Erdbeerpflanze ist ein ausdauerndes Gewächs. Dennoch sollte die maximale Kulturdauer drei, bei leichten Böden zwei Jahre, nicht überschreiten, da bei längerer Kultur Wüchsigkeit, Ertrag und vor allem Beerengröße abnehmen. In klimatisch günstigen Lagen und bei früher Pflanzung wird vielfach auch eine einjährige Kultur bevorzugt, weil hierbei die beste Beerenqualität bei leichtem Pflückaufwand erreicht wird.

BodenBodenansprüche und Bodenvorbereitung

    Die heutigen Erdbeersorten gedeihen auf praktisch allen Gartenböden. Die Bodenreaktion sollte im neutralen bis schwach sauren Bereich liegen. Von großer Bedeutung ist eine gute Versorgung mit Humus in welcher Form auch immer z.B. gut verrottetem Stallmist, Torfmull, Kompost. Besonders praktisch in der Anwendung haben sich die heute im Handel erhältlichen abgepackten Humusdünger erwiesen, über die Sie Ihr Lieferant gerne informieren wird. Als Vorfrucht sollte eine Kultur gewählt werden, die rechtzeitig zum Pflanztermin der Erdbeere abgeerntet ist (z.B. Frühkartoffeln, Hülsenfrüchte). Das für Erdbeeren vorgesehene Land sollte tunlichst mindestens 14 Tage vor der Pflanzung unter Einbringung des Humusdüngers tief umgegraben werden, damit sich der Boden bis zur Pflanzung absetzen kann.

PflanzzeitPflanzzeit

    Die beste Pflanzzeit für Erdbeeren sind die Monate ab Ende Juli und August. Bei versäumter Herbstpflanzung kann auch noch im Frühjahr, also etwa April gepflanzt werden, dann z.B. als Frigopflanze. Generell gilt: je früher man pflanzt, desto höher ist im ersten Ertragsjahr die Ernte. Eine Begrenzung erfährt diese Regel einmal dadurch, daß die Vorkultur erst abgetragen sein muß und zum anderen dadurch, daß die junge Erdbeerpflanze, die man setzen will, erst ausreichend kräftig heranwachsen muß. Moderne Kulturmethoden in unseren Vermehrungsbetrieben, insbesondere die Anzucht als Topflanzen, erfüllen heute aber weitgehend alle Terminwünsche.

Pflanzung und PflanzabstandPflanzung und Pflanzabstand

    Nachdem Sie Ihre Pflanzen gekauft haben, sollten Sie sie auspacken, bei Grünpflanzen die Beutel öffnen und, wenn Sie nicht sofort zum Pflanzen kommen, die Pflanzen befeuchten und kühl lagern. Vor der Pflanzung sind die Pflanzen mit den Wurzeln kurz in Wasser zu stellen, auch die Topfballen sollten voll durchfeuchtet sein. Danach unmittelbar pflanzen.
    Als Pflanzabstand wird man bei einer einjährigen Kultur eine engere Pflanzweite wählen, etwa einen Reihenabstand von 50cm und einen Abstand in der Reihe von 30 cm. Auch eine Pflanzung im Dreiecksverband ist denkbar, bei einer größeren Anlage könnte man auch im Wechsel zwei Reihen mit einem engen Reihenabstand von vielleicht 40 cm wählen, sodann als Pflückweg einen größeren Abstand von vielleicht 60 cm. Bei einer mehrjährigen Kultur sollte der Reihenabstand 60 bis 80 cm betragen bei einem Abstand in der Reihe von etwa 25 cm.
    Das Pflanzloch muß so tief sein, daß die Wurzeln ohne Stauchung in ihm Platz finden. Die Pflanze ist so zu setzen, daß sich das Herz in Höhe der Erdoberfläche befindet. Die Pflanzen fest andrücken.
    Nach der Pflanzung kräftig angießen und bei anhaltender Trockenheit morgens und abends wässern, nicht nur leicht überbrausen. In der Periode des Anwachsens (etwa 10 bis 14 Tage) sollte der Boden nicht austrocknen.

Gießen und Düngen Gießen und Düngen

    Regelmäßig gießen, Wassermangel kann gerade junge Pflanze stark schädigen und am Wachstum hindern, und nach der ersten Ernte mit einen ausgewogenen Flüssigdünger düngen. Während der Reifezeit der Erdbeeren mäßig gießen, da zu starke Feuchtigkeit Grauschimmel verursachen kann. Schon vor der Pflanzung ist breitwürfig die Einbringung von 6 bis 8 kg je 100 m eines im Handel erhältlichen Erdbeer-Volldüngers als Vorratsdünger erforderlich. Gründlich einarbeiten. Bei der mehrjährigen Kultur ist die gleiche Menge dann in jedem Jahr jeweils nach der Ernte in einer Gabe breitwürfig auszustreuen.

Pflegemaßnahmen Pflegemaßnahmen

    Die Erdbeerpflanzung ist tunlichst das ganze Jahr durch hacken unkrautfrei zu halten, der Boden flach zu lockern. Vor Beginn der Ernte empfiehlt es sich, die jungen Fruchtstände mit Stroh, Holzwolle oder auch Folie zu unterlegen. Die Früchte bleiben dann trocken und sauber und auch der Befall durch die Fruchtfäule wird gemildert. Während der Kultur muß in Trockenperioden die Erdbeerpflanzung gegossen werden. Bei mehrjähriger Kultur sollten möglichst gleich nach Beendigung der Ernte die Ranken entfernt werden. Sie mindern den Ertrag. Dann wieder den Boden lockern bis zur Winterruhe. Tiefes Umgraben ist zu vermeiden. Eine Winterauflage von Stallmist bringt für die Kultur keine Vorteile und ist bei den heutigen Sorten als Winterschutz nicht erforderlich. Sehr häufig wird darüber diskutiert, nach der Ernte nicht nur die jungen Ranken zu entfernen, sondern auch die alten Blätter der stehenbleibenden Pflanzen abzuschneiden. Es gibt hier unterschiedliche Erfolge je nach der anschließenden Witterung. Bei guten Bedingungen erreicht man mit dem Neuaustrieb aus den Herzknospen einen sehr schönen wüchsigen Bestand.
     

Vermehren und AnzuchtVermehren

    Erdbeer-Mutterpflanzen bilden 30 bis 60 cm lange Ausläufer an denen neue Pflänzchen (Ableger) entstehen. Alle Sorten bis auf die Monatserdbeere bilden solche Ausläufer. Sind diese circa 40 cm lang, werden sie im Abstand von 15 bis 20 cm mit einer U-förmigen Drahtklammer im Erdreich fixiert und 1 cm dick mit Erde bedeckt. Erst wenn die Pflänzchen bewurzelt sind - nach 4 bis 6 Wochen - die Verbindung zur Mutterpflanze trennen.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge Krankheiten     Siehe hierzu den neuen Abschnitt "Mögliche Krankheiten und Schädlinge"
 
Ernte Ernten

    Früchte ernten, wenn sie auf Druck leicht nachgeben und voll ausgefärbt sind. Mit Stiel und Kelchblättern pflücken. Und so gelangt die Ware zu uns: Im Mai wird eine Strohschicht auf das Feld aufgebracht. Sie verhindert, daß die Früchte schmutzig werden oder in der Nässe liegen und faulen. So können die Erdbeeren ohne Schaden reifen und ihre rote Färbung annehmen.
    Früchte ernten, wenn sie auf Druck leicht nachgeben und voll ausgefärbt sind. Mit Stiel und Kelchblättern pflücken. Sind die Erdbeeren fürden transport gedacht, dann pflückt man sie von Hand (mit Stiel), kurz bevor sie den Höhepunkt ihrer Reife erreichen. Auf dem Transportweg reifen sie dann noch nach. Das manuelle Pflücken stellt unter anderem sicher, daß nur einwandfreie Früchte in den Handel kommen. Dabei legt man das empfindliche Obst direkt in die Transport-Verpackung, zumeist Schalen aus Holzschliff oder Faserform-Material. Dieser natürliche Rohstoff bietet den Früchten einen optimalen Schutz, ermöglicht eine ausreichende Belüftung und nimmt bei feuchter Witterung Nässe auf, was der Fäulnisbildung entgegenwirkt. Generell ist es allerdings günstiger, Erdbeeren bei trockener Witterung zu ernten. Auf dem heimischen Markt dominieren 500 g-Schalen, die in Steigen à 10 Schalen transportiert werden.

Nach der ErnteNach der Ernte

    Grundsätzlich kommen die hellroten Früchte mit Kelch und kurzem, frischem (nicht vertrocknetem) Stiel auf den Markt. Sie müssen sauber, dürfen aber nicht gewaschen sein, weil das die Haltbarkeit verringern würde.
    Das Angebot deutscher Erdbeeren gliedert sich in folgende Güteklassen:

 

  • Klasse "extra": Früchte, die in bezug auf Reifegrad, Färbung und Größe besonders gleichmäßig sind
  • Klasse I:leichte Formfehler und kleine weiße (also unreife) Stellen werden akzeptiert
  • Klasse II: Früchte mit Form- und Entwicklungsfehlern werden akzeptiert. Weiße Stellen bis zu einem Fünftel der gesamten Oberfläche sind annehmbar. Zulässig sind ferner leichte trockene Druckstellen und Spuren von Erde.
Saison Saison von Mai bis September

    Zahlreiche Länder rund um den Globus bauen Erdbeeren an, so daß die Früchte heute fast das ganze Jahr über verfügbar sind. Wenn Erdbeeren bei uns keine Saison haben (also im Winter) und sie trotzdem auf dem heimischen Markt gehandelt werden, spricht man von "Off-Seasons". Das Obst ist dann mit dem Flugzeug zu uns transportiert worden, auch entsprechend teuer und hat zusammenfassend nur geringe Bedeutung.
    Ganz anders die saisonalen Erdbeeren: Deutsche Ware ist bereits von Mitte Mai an erhältlich, denn dann kommt die erste Ernte aus Folienkulturen auf den Markt. Die Verwendung von schwarzer Folie zur früheren Ernte hat in den letzten Jahren stark zugenommen und ermöglicht eine bessere Verteilung der Erntespitzen in den deutschen Anbaugebieten.
    Das Geschäft boomt dann mit den Freiland-Früchten, die von Mitte Mai bis in den Oktober hinein verfügbar sind. Das wird möglich durch die Auswahl bestimmter Sorten und spezieller Maßnahmen der deutschen Obstbauern: Wenn man die Pflanzen einiger frühen Sorten mit einem Vlies abdeckt, läßt sich der Ernte-Zeitpunkt nach vorn schieben. Verzögern läßt sich die Ernte durch den Einsatz von späten Sorten und immertragenden Sorten, die man zu unterschiedlichen Zeitpunkten pflanzen kann.
    Entsprechend ihrer Erntezeit teilt man die Erdbeersorten in vier Gruppen ein:

 

  • frühe Sorten: Karola, Honeoye, Favette
  • mittelfrühe Sorten: Elvira, Elsanta, Korona, Induka, Gorella, Splendida
  • mittelspäte Sorten: Senga Sengana, Tenira, Red Gauntlet, Dulcita
  • späte Sorten: Bogota, Tago
  • zweimal blühende Sorten: Ostara, Rapella, Selva, Hummi Gento

    Mengenmäßig überwiegt im deutschen Handel die "Elsanta". Jedes Jahr kommen jedoch neue Züchtungen hinzu, der Sortenwechsel erfolgt bei keiner anderen Beerenart so schnell wie bei Erdbeeren. Einen noch früheren Start haben zum Teil Erdbeeren aus anderen europäischen Ländern. Die wichtigsten Exportländer sind: Spanien, Italien, Belgien/Luxemburg, Frankreich und die Niederlande.

Frische Tagesfrisch: optimale Qualität

    Die Erdbeere als typisches Weichobst eignet sich nicht für lange Transportwege. Wenn sie, um die Konsistenz zu erhalten, in entfernten Anbaugebieten vorzeitig geernetet wird, sind Aromaverlust und oftmals ein wässriger Geschmack die Folge. In Deutschland hingegen werden Erdbeeren grundsätzlich tagesfrisch vermarktet. Sie haben also den Vorteil kurzer Transportwege, verlieren also kein Aroma auf dem Weg zum Verbraucher. Die sonnigen Lagen und die sehr fruchtbaren Böden haben Baden-Württemberg zum größten deutschen Anbaugebiet gemacht. Danach folgen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie verschiedene Regionen in Bayern, Hessen, in der Pfalz, Schleswig-Holsten, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg und Thüringen.

TipTip
    Die Erdbeere eignet sich als besonders hübscher Bodenbedecker von Hochstämmchen auf Balkonen oder Terrassen in attraktiven Kübeln.
© Quellen: Erdbeerzüchterverband, Substral, diverse Kochbücher
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